Sonne und Wind können einen wichtigen Beitrag zu unserer Energieversorgung leisten.
Es ist deshalb grundsätzlich richtig, diese „erneuerbaren Energien“ zu nutzen
und in sinnvoller Weise auszubauen.
Leider kann von einem vernünftiigen Ausbau längst nicht mehr die Rede sein.
Obwohl die von der Politik mit Nachdruck betriebene Energiewende bereits jetzt
Kosten von etwa 500 Milliarden Euro verursacht hat, sind die Ergebnisse ernüchternd:
Wegen fehlender Speicherkapazitäten muss zu viel produzierter Strom an sonnen- und windreichen Tagen
zu Minuspreisen an Nachbarländer abgegeben werden.
Allein im Jahr 2024 entstand dadurch im grenzüberschreitenden Stromhandel ein Defizit von 2,3 Milliarden Euro.
Gleichzeitig erfordert der massive Ausbau von Windkraft und Photovoltaik immer
mehr fossile Backup-Kraftwerke, um bei Dunkelflauten die Netzstabilität aufrecht erhalten zu können.
In der Summe hat das dazu geführt, dass die Strompreise in Deutschland seit dem Jahr 2000
um 275 Prozent gestiegen sind und weltweit zu den höchsten gehören.
Bei all dem werden nicht einmal die angestrebten Klimaziele erreicht:
Letzten Februar lag der deutsche CO₂-Ausstoß mit fast 400 Gramm pro erzeugter kWh Strom
wegen der wetterbedingt notwendigen Zuschaltung von Gas- und Kohlekraftwerken
an der Spitze aller westeuropäischen Länder.
Vor diesem Hintergrund halten wir es für unverantwortlich, die Energiewende in der
bisher betriebenen Form fortzuführen. Wir haben deshalb in der vergangenen Ratssitzung
als einzige Fraktion die Errichtung von fast 16 Hektar großen Photovoltaik-Anlagen im Stadtgebiet abgelehnt.
Hier gehen weitere 23 Fußballfeld-große Acker- und Grünlandflächen verloren.
Ebenso unterstützen wir das Bürgerbegehren „Keine Windräder im Trierer Stadtwald“.
Es ist keine gute Idee, in einer Stadt, die den Klima-Notstand ausgerufen hat,
für die Errichtung riesiger Windkraftanlagen ganze Waldgebiete im Namen einer dysfunktionalen Energiepolitik zu zerstören.
Auch die damit einhergehenden Gefährdungen von Natur- und Artenschutz sowie die irreversible Beschädigung unserer Kulturlandschaft sind für uns nicht akzeptabel.
Erfreulicherweise wächst der Widerstand gegen dieses unsinnige Projekt:
Innerhalb weniger Wochen hat eine Bürgerinitiative unter Mithilfe mehrerer Ortsvorsteher bereits
über 3600 Unterschriften von Trierer Bürgern gesammelt.
Wer sich hier anschließen will, findet unter www.naturschutz-trier-herresthal.de entsprechende Formulare.
Lassen Sie uns gemeinsam unsere Heimat schützen.
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