Der gewaltsame Tod des jungen Trierer Studenten Marius Dick hat die Menschen in ganz Deutschland erschüttert. Auch uns als Stadtratsfraktion erfüllt dieses Verbrechen mit großer Bestürzung und tiefer Trauer. Den Eltern, Angehörigen und Freunden des Opfers gilt unsere aufrichtige Anteilnahme. Auch wenn kein Wort des Trostes Ihren grenzenlosen Schmerz aufwiegen kann, so wünschen wir ihnen doch viel Kraft angesichts einer furchtbaren Tat, die eine geliebte Person für immer aus ihrer Mitte gerissen hat.

Noch ist es für eine abschließende Einordnung und Bewertung zu früh. Aber schon jetzt ist klar: Die Folgen einer verfehlten Migrationspolitik haben auch unser beschauliches Trier erreicht. Und augenscheinlich kann es jeden jederzeit treffen. Auf der Straße, bei öffentlichen Veranstaltungen, im Zug, im Park. Das hat unser Leben grundlegend verändert. Ängste sind nicht nur gefühlt, sie sind real und sie wachsen. Deshalb müssen wir die notwendige politische Debatte mit aller Härte führen. Die Zeit der Floskeln und Relativierungen ist vorbei. Alles muss auf den Tisch: die Zahlen, die Überrepräsentanz bestimmter Tätergruppen, die Ursachen, die Versäumnisse, die Verantwortlichkeiten, die Konsequenzen. Allzu lange haben wir die Sicherheit unserer Bürger anderen Zielen untergeordnet und solche Taten als unvermeidbare Kollateralschäden einer angeblich humanen Politik betrachtet. Damit muss endgültig Schluss sein!

Natürlich gibt es keine einfachen Antworten. Pauschale Verurteilungen ganzer Bevölkerungsgruppen verbieten sich ebenso wie das beharrliche Verleugnen der Realität. Gerade der Fall Marius Dick zeigt, wie komplex die Gemengelage oft ist. Der Asylantrag des Täters wurde abgelehnt, dennoch blieb er im Land. Er war augenscheinlich gut integriert, erhielt eine Niederlassungserlaubnis und doch wurde er zum (mutmaßlichen) Mörder. Ob und wie man dieses Verbrechen hätte verhindern können, ist keine vorschnell zu beantwortende Frage.

Auch der Stadtrat ist jetzt gefordert. Die Praxis des kommunalen Ausländeramtes und der in Trier angesiedelten Zentralstelle für Rückführungsfragen muss auf den Prüfstand. Gemeinsam mit Land und Bund und in Zusammenarbeit mit allen zuständigen Behörden müssen Instrumente zur frühzeitigen Erkennung von Bedrohungslagen erarbeitet werden. Nicht zuletzt braucht es eine Verschärfung und konsequente Durchsetzung von Asyl- und Aufenthaltsrecht, damit importierter Gewalt endlich Einhalt geboten werden kann.

Das sind wir allen Menschen schuldig, die friedlich in unserer Stadt zusammenleben.

Die Demokraten